Rightwing extremism in Switzerland 2012

An interesting article on Rightwing extremism in Switzerland in 2012.

The swiss anti-semite Ernst Indlekofer accused the Jews for the anti-racism law in Switzerland.

http://chronologie.gra.ch/index.php?p=83

 

Mindestens drei SVP-Nationalratskandidaten bewegen sich im Umfeld der extremen Rechten. Ein Vierter ist wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm zu einer Busse verurteilt worden.
Am letzten Septembersonntag 1999, vier Wochen vor den eidgenössischen Parlamentswahlen, mochte SVP-Parteipräsident Ueli Maurer nicht schon wieder an einem Sonntag vor eine Fernsehkamera treten, um sich zum Rechtsextremismus in seiner Partei zu äussern. Dreimal in kurzer Zeit hatten Sonntagsblätter von SVP-Kandidaten berichtet, die sich in rechtsextremen Zusammenhängen bewegen bzw. mit rüden rassistischen Aussagen auffielen. Der Genfer SVP-Kantonalsekretär Pascal Junod gehört seit fünfzehn Jahren zu den zentralen Figuren der rechtsextremistisch inspirierten Nouvelle Droite, die mit mehreren Grüppchen in der Welschschweiz aktiv ist. Der Aargauer JSVP-ler und Fussballfan Michael Mathys hatte in einem Internet-Chat über Menschen aus dem Balkan gezetert, diese hätten «teilweise eine katastrophale Mentalität, dass mir eine Rassenlehre nach Hitler durch adäquat erscheint, um dies zu erklären.» Und der Tessiner SVP-Grossrat Roger Etter (gemäss Eigeneinschätzung «Bankdirektor) inserierte Anfang 1997 gleich zweimal in der Zeitschrift «Die Kameradschaft», herausgegeben von Ehemaligen der Waffen-SS, und outete sich dort als Gleichgesinnter und Sammler von Nazikunst. Besonders penibel für Maurer: Noch Ende Mai 1999 war er zusammen mit Roger Etter bei der Pressekonferenz zum Sammlungsbeginn der neuen SVP-Asylinitiative aufgetreten.
Vertrauen des Parteipräsidenten
Maurer wird sich noch mit einem vierten Fall auseinandersetzen müssen. Im Kanton Jura kandidiert für den Nationalrat mit Jean-Jacques Kottelat ein SVP-Grossrat, der wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm zu einer Busse verurteilt worden ist. Kottelat bezeichnete im April 1998 in einem Leserbrief bosniakische und kosovo-albanische Flüchtlinge als «ces moulaffes errantes et déboutés, qui sont entrés clandestinement chez nous, qui veulent prendre du travail aux Suisses, font baisser les salaires et foutent ce pays dans la merde» (diese herumvagabundierenden und abgewiesenen Mullahs, die illegal zu uns gekommen sind, die den Schweizern die Arbeit nehmen wollen, die Löhne sinken lassen und dieses Land in die Scheisse stossen).Gegenüber der Sonntags-Zeitung bedeuerte Maurer zwar unlängst: «Rechtsextreme, die sich am Nationalsozialismus orientieren, haben bei uns nicht den Hauch einer Chance.» Nur sind ja nicht alle Rechtsextremisten auch Nationalsozialisten. Fakt ist: Wie einst die Nationale Aktion (heute Schweizer Demokraten), die Partei mit den «braunen Flecken auf ihrer weisen Weste», reagiert die SVP erst auf Medienberichte, wenn überhaupt. Allfällige Parteiausschlüsse geschehen nur zögerlich. Wenn überhaupt. Auch Pascal Junod erhielt von Parteipräsident Maurer zuerst das Vertrauen ausgesprochen, bis der Sonntags-Blick nochmals nachbohrte, zwar keine neuen Tatsachen ans Licht förderte. Abgesehen von einem Statement Junods, das Junod mindestens in die Nähe der Holocaust-Leugner brachte: «In den historischen Berichten (über die Judenvergasungen, H. St) finde ich nichts, was mir eine definitive Antwort gibt». Und Roger Etter erhielt noch Donnerstag vergangener Woche das Vertrauen seiner Kantonalpartei. Weniger zögerlich hingegen Etters Arbeitgeber, die Bank Vontobel, sie entliess den SVP-Nationalratskandidaten.Vom altgedienten SVP-Antisemiten Emil Rahm, verurteilt wegen der Verbreitung des Buches «Geheimgesellschaften» von Jan van Helsing, mochte sich die Partei bis heute nicht verabschieden. Im Gegenteil, unlängst verteidigte Maurer den uneinsichtigen Hallauer Verschwörungsphantasten. Zu Rahms «Ehrenrettung» müsse man sagen, so Maurer, «dass er in Schaffhausen für eine Anschuldigung verurteilt wurde, die in anderen Kantonen zum Freispruch führten.» Nur: Die Freisprüche erfolgten nicht wegen des Inhaltes des van Helsingschen Machwerkes, sondern weil das Tatbestandsmerkmal «Öffentlichkeit» nicht erfüllt war.

Zögernd auch die Trennung vom Basler Ernst Indlekofer, der bereits Anfang der 90er-Jahre mit rüden ausländerfeindlichen Aktionen aufgefallen war und sich allmählich zum Hofberichterstatter der Holocaust-Leugner mauserte. Erst als Indlekofer 1996 unmittelbar vor dem Ausschluss stand, trat er aus der Partei aus.

Hooligans als Blochers Leibgarde
Die Rechtsextremen betrachten Christoph Blocher und seine SVP als Teil ihres politischen Lagers. Bereits vor zehn Jahren urteilte Gaston-Armand Amaudruz Amaudruz, Altfaschist und eifriger Vernetzer der rechtsextremen Szene über Blocher: «Endlich ein Systempolitiker, der die Augen aufmacht.» Der Bewunderung folgt gelegentlich tatkräftige Unterstützung. Im September 1995 rief Milliardär Blocher seine Getreuen zur Demo (gegen die EU selbstverständlich), und es kamen Parteimitglieder und humpelnde Aktivdienstgeneratiönler und ihre jüngeren Epigonen, auch verschreckte Rechtskatholiken und Schweizer Demokraten und Skinheads. Letztere hatten bald ihren gewaltsamen Auftritt, als sie – vielfach im Rücken der Zürcher Polizei – gegen eine linke Gegendemonstration Steine und andere Gegenstände warfen. Und am 1. August 1998 riefen rechtsextremistische Hooligans gleich zu zwei Einsätzen am selben Tag auf, um den bewunderten Milliardär vor befürchteten GegendemonstrantInnen zu schützen. Im Gästebuch einer Schweizer Hooligans-Homepage fand sich der Aufruf: «Patrioten, Hooligans und Schweizer vereinigt euch morgen und zerschlagen wir gemeinsam die linken Zecken! Keine Macht der roten Front! Auf nach Egerkingen, alle zusammen gegen unseren gemeinsamen Feind!!!!!! Ein Schweizer.» Die Hooligans als Leibgarde des Politmilliardärs also. Über den zweiten Einsatz in Richterswil am Zürichsee schrieb Monate später ein Hooligan der City-Boys-Zürich in einer deutschen Rechtsextremen-Zeitschrift: «Eine Abordnung der City-Boys-Zürich» habe die Rede Blochers («mit Abstand der nationalste und mutigste Redner») gegen die Linken verteidigen wollen. Der Hooligans rühmte sich dann noch, dass der «Mob» einigen Linken die Nase «blutig» geschlagen habe.Jedoch nicht alle Skins und Hooligans bewundern Christoph Blocher. Der Neuenburger Hammerskin Olivier Kunz etwa befand im Herbst 1997 in einem Interview, sie seien «nicht Nationalisten» und hätten folglich nichts mit Blocher am Hut. «Wir sind auch nicht fremdenfeindlich. Wir sind Rassisten». Die rechtsextremistische Szene nimmt Blocher vor allem übel, dass er im Sommer 1994 nicht gegen die Rassismus-Strafnorm angetreten ist. «Unverständlich» nannte es beispielsweise die Nationale Initiative Schweiz (NIS), allerdings ist der Text übertitelt «Christoph Blocher – Anwalt des Volkes». Bewunderung holte sich Blocher bei der NIS hingegen mit seiner Oerlikoner-Rede (1. März 1997), als er auch die antisemitischen Phantasmen eines Teiles seiner Anhänger bediente.Auch andere SVP-Exponenten werden in der rechtsextremistischen Szene wohlwollend erwähnt. In «Hammer. Patriotische Zeitschrift der Schweizer Hammerskins» werden beispielsweise Texte aus Ulrich Schlüers Postille «Schweizerzeit» und aus Herbert Meiers «Abendland» zur Bekräftigung der eigenen Anschauungen abgedruckt. Und auf einer der wenigen Internet-Homepages eines Schweizer Skins befindet sich ein einziger «Patriotischer Link», die Verbindung zu Christoph Blocher.

http://www.hans-stutz.ch/rechtsextremismus/1999/07-10-blochers-eifrige-bewunderer.html

Advertisements
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s